Jetzt kommt es auf die Mobilisierung an: Das zeigen die jüngsten Umfragen zur Abstimmung über die extreme «10-Millionen-Schweiz»-Initiative der SVP. Zwar rutschte die Mehrheit mittlerweile ins Nein-Lager, dessen Vorsprung ist aber mit einem Unterschied von wenigen Prozenten hauchdünn.
Die beiden Umfrageinstitute Leewas und gfs.bern, die Trendumfragen für Tamedia und SRG erstellen, betonen beide: Entscheidend wird, wer am 14. Juni an die Urne gehen wird und somit, welches Lager besser mobilisieren kann. Leewas betont zudem auch, dass der Anteil von den Menschen, die üblicherweise nicht an Abstimmungen teilnehmen und dieses Mal nun an die Urne gehen, wichtig sein wird.
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Tiefe Stimmbeteiligung in den Städten
Aktuelle Zahlen zeigen, dass die Stimmbeteiligung bei der brieflichen Stimmabgabe teilweise tiefer liegt als bei bisherigen Abstimmungen. Zum Beispiel in der Stadt Zürich: Sieben Tage vor der Abstimmung haben erst rund 30 Prozent der Stimmberechtigten abgestimmt. Bei der letzten Abstimmung im März waren es zu diesem Zeitpunkt bereits über 32 Prozent. Und auch in der Stadt Winterthur sind die Zahlen sieben Tage vor dem 14. Juni mit 26 Prozent noch tief. Bei den März-Abstimmungen waren es zum gleichen Zeitpunkt bereits fast 29 Prozent. In anderen Städten wie Bern oder Basel liegt die aktuelle Beteiligung in etwa auf dem Niveau der März-Abstimmungen, aber beispielsweise noch deutlich unter der Beteiligung bei der 13. AHV-Rente.
Damit die SVP-Initiative eine Nein-Mehrheit erreicht, ist es wichtig, dass insbesondere Junge, Frauen und Menschen mit Wohnsitz in Städten abstimmen gehen. Gemäss Umfragen sind es diese Personengruppen, die die Initiative am stärksten ablehnen.
jsc
