Start Gesellschaft Ostermarsch 2026: Gemeinsam gegen Krieg, Gewalt und Unterdrückung

Ostermarsch 2026: Gemeinsam gegen Krieg, Gewalt und Unterdrückung

Die Welt ist aus den Fugen geraten: Das Völkerrecht wird mit Füssen getreten, hunderttausende Menschen sterben jährlich in Kriegen und Konflikten. Mit dem diesjährigen Ostermarsch wollen Friedensaktivist:innen ein Zeichen gegen die sich weiterdrehende Eskalationsspirale setzen.

Foto: zvg

Der diesjährige Friedensmarsch am Ostermontag in Bern trifft auf eine beunruhigende Weltlage: Seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran Anfang März droht sich der Krieg zu einem Flächenbrand auszuweiten. Das «Recht des Stärkeren» scheint sich durchzusetzen – das Völkerrecht wird weiter erodiert.

Seit Jahren fordern Angriffskriege, Genozide, ethnische Säuberungen, Bürgerkriege und Gewalt gegen die Zivilbevölkerung weltweit hunderttausende Menschenleben. Das damit verbundene Leid und die Zerstörung sind kaum in Worte zu fassen. Gleichzeitig verschärft sich die Klimakrise von Jahr zu Jahr, während die soziale Ungleichheit zwischen Superreichen und von Armut Betroffenen weiter zunimmt. Auch diese Tatsachen fordern Menschenleben.

Gewalt und Militarisierung auch in der Schweiz

Hierzulande ist die Lage ebenso besorgniserregend. Alle zwei Wochen wird in der Schweiz eine Frau oder ein Mädchen aufgrund ihres Geschlechts ermordet. Rassistische Polizeigewalt, Diskriminierung sowie Gewalt aufgrund religiöser oder sexueller Identität gehören für viele Menschen zum Alltag.

Parallel dazu schreitet die Militarisierung der Gesellschaft voran: Der Zugang zum Zivildienst soll erschwert, die Exportregeln für Kriegsmaterial hingegen gelockert werden – während gleichzeitig bei der internationalen Zusammenarbeit, im Asylwesen sowie im Gesundheits- und Bildungsbereich gespart wird. Das Budget für die Armee jedoch soll um ein Vielfaches erhöht werden, obwohl eine zukunftstaugliche Sicherheitsstrategie fehlt.

Gegen die Ohnmacht

Auch wenn die aktuelle Lage viele ohnmächtig und sprachlos zurücklässt, setzen sich weltweit Millionen von Menschen unermüdlich für eine friedliche und demokratische Welt ein – auch in der Schweiz. «Die vielen Protestbewegungen der letzten Zeit beweisen, dass Frieden, Abrüstung und eine gewaltfreiere Zukunft gewünscht werden. Der Ostermarsch vereint die Kräfte, die in diesen düsteren Zeiten gemeinsam auf die Strasse gehen und unermüdlich für eine friedliche Welt demonstrieren», sagt Joris Fricker, GSoA-Sekretär und Mitorganisator des Ostermarschs.

Forderungen nach Frieden und Solidarität

Der Ostermarsch vereint all jene, die sich dieser Vision verpflichtet fühlen. Die Organisierenden fordern:

  • Einen gerechten Frieden – für alle Menschen, überall auf der Welt
  • Volle Solidarität mit den Betroffenen von Krieg und Gewalt
  • Förderung von Initiativen gegen Aufrüstung – statt einer weiteren Aufrüstungsspirale
  • Stärkung der UNO und des Völkerrechts, einschliesslich multilateraler Verträge wie dem Minenverbot, dem Atomwaffenverbot sowie dem Verbot biologischer und chemischer Waffen
  • Unterstützung lokaler und feministischer Graswurzelinitiativen zur Friedensförderung in Konfliktgebieten
  • Keine Kriminalisierung und Diffamierung friedenspolitischer Bewegungen und Aktivist:innen
  • Stopp der friedenspolitischen Rückschritte beim Zivildienst und beim Kriegsmaterialgesetz
Aufruf zum Ostermarsch 2026

Zahlreiche Schweizer Friedensorganisationen laden am 6. April zum Ostermarsch in Bern ein.

Treffpunkt: 13:15 Uhr, Eichholz an der Aare. Auftaktrede: Virginia Köpfli (Präsidentin Frieda). Ab 13:30 Uhr gemeinsamer Marsch zum Münsterplatz in der Berner Altstadt.

14:30 Uhr – Schlusskundgebung mit Reden von Sheldon Masseraz (Co-Präsident Junge Grüne Schweiz) und Mandy Abou Shoak (SP-Kantonsrätin Zürich).

Weitere Infos: www.ostermarschbern.ch

jsc


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