Good News im Dezember

Ein turbulentes, von schlechten Nachrichten geprägtes Jahr ist zu Ende gegangen. Dennoch hat auch der Dezember ein paar gute Neuigkeiten hervorgebracht: Eine Strategie gegen Rassismus, ein sinkender Gender Gap an Schulen und ein bedingungsloses Grundeinkommen für Bewohner:innen der Marshallinseln.

Demonstration in Basel gegen Rassismus. Foto: Georgios Kefalas (Keystone)

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Die Schweiz verabschiedet die erste nationale Strategie gegen Rassismus und Antisemitismus

Unter der Leitung von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider hat das Departement des Innern für eine Premiere gesorgt: Der Bund verfügt zum ersten Mal in seiner Geschichte über eine nationale Strategie gegen Rassismus und Antisemitismus. Diese geht auf eine Motion der Staatspolitischen Kommission des Nationalrats zurück, die SP-Co-Fraktionschefin Samira Marti angestossen hat.

Das Ziel der Strategie ist der bessere Schutz der Opfer von Rassismus und Antisemitismus. Dazu soll neben der zivilgesellschaftlichen Präventionsarbeit auch die Präventionsarbeit der Institutionen des Bundes, der Kantone und der Gemeinden gestärkt werden. Dadurch sollen Vorfälle besser erfasst werden können, was die Grundlage für neue Massnahmen bildet, wie der Bundesrat in seiner Medienmitteilung schreibt.

Wie die Statistiken zeigen, ist eine solche Strategie bitter nötig: Jede sechste Person in der Schweiz gibt an, rassistische oder antisemitische Diskriminierung erfahren zu haben. Das bedeutet unter anderem auch, dass Menschen der Wohnraum oder Arbeit verweigert wird oder sie sozial ausgegrenzt werden.

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Immer mehr Mädchen besuchen die Primarschule

Weltweit beträgt der sogenannte Gender Gap in der Primarschule nur noch zwei Prozentpunkte. Das bedeutet, dass fast so viele Mädchen wie Buben ab fünf Jahren zur Schule gehen. Somit wird das Recht auf Bildung für alle Kinder unabhängig vom Geschlecht immer mehr geachtet.

Es gibt aber immer noch deutliche geografische Unterschiede: In Subsahara-Afrika besuchen 24 Prozent der Mädchen die Schule nicht, in Ostasien und Nordafrika sind es 14 Prozent.

In der Primarschule lernen die Kinder zu lesen, schreiben und rechnen. Damit werden die wichtigsten Grundlagen für ein selbstbestimmtes Leben gelegt.

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Bewohner:innen der Marshallinseln erhalten bedingungsloses Grundeinkommen

Je 200 US-Dollar pro Quartal, also 800 US-Dollar pro Jahr: Die Bewohner:innen der Marshallinseln im Pazifischen Ozean erhalten ab sofort ein bedingungsloses Grundeinkommen. Das Leben in der beliebten Feriendestination ist nämlich sehr teuer. Es gibt kaum Trinkwasser, die Klimaerwärmung löst zunehmend Extremwetterphänomene aus, der Meeresspiegel steigt. Zudem leidet das Land nach wie vor unter den Folgen von Atomwaffentests der US-Regierung in den 1940er- und 1950er-Jahren.

Das Grundeinkommen ist als soziales Sicherheitsnetz für alle knapp 43’000 Bewohner:innen der Marshallinseln gedacht. Es wird aus einem Treuhandfonds ausbezahlt, der grösstenteils aus Kompensationszahlungen der USA für die Atomwaffentests besteht.


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