Start Gesellschaft Internationaler feministischer Kampftag: Das gibt den Frauen aktuell Hoffnung

Internationaler feministischer Kampftag: Das gibt den Frauen aktuell Hoffnung

Letztes Jahr wurden in der Schweiz so viele Femizide verzeichnet wie noch nie. Die Welt wird erschüttert durch Krisen und Kriege und fundamentale Frauen- und Menschenrechte stehen unter Druck. «direkt» hat deshalb zum internationalen feministischen Kampftag bei drei Frauen nachgefragt, was ihnen in diesen schwierigen Zeiten Hoffnung gibt.

Albulenë Ukshini Sefa, Nicole Schüpbach, Ronahi Yener und Yolanda Martinez (v.l.n.r.). Fotos: zvg. Montage: Direkt.

Albulenë Ukshini Sefa:

«Als Co-Präsidentin der SP Frauen Waadt gibt mir das leidenschaftliche Engagement unser Mitglieder Hoffnung. Ihre ansteckende Energie und Motivation erinnern mich daran, dass unser Kampf – von einer Aktivistin zur anderen, von einer Generation zur nächsten – weitergegeben wird. Unsere konkreten Aktionen geben mir das Gefühl, dass unser Engagement dazu beiträgt, die feministische Sache voranzubringen und Veränderungen möglich zu machen.»


Nicole Schüpbach:

«Hoffnung entsteht für mich aus Beziehungen, aus Austausch, aus Solidarität, aber auch aus Wut. Aus der Wut darüber, dass Gleichstellung noch immer nicht Realität ist. In feministischen Räumen werden Erfahrungen sichtbar, Stimmen lauter und Forderungen klarer. Wenn wir uns zusammenschliessen und einander stärken, wird daraus politische Kraft. Diese Kraft wächst überall dort, wo wir uns verbünden. Wir sind viele und gemeinsam verändern wir diese Gesellschaft.»


Ronahi Yener:

«Hoffnung gibt mir der Mut von Frauen, die überall auf der Welt für Freiheit und Gleichstellung kämpfen. Als junge Frau mit kurdischem Hintergrund prägt mich der Gedanke Jin, Jiyan, Azadî – Frau, Leben, Freiheit. Er erinnert mich daran, dass feministische Kämpfe von der Strasse bis in die Parlamente miteinander verbunden sind. Diese Verbundenheit stärkt meinen Glauben an eine gerechtere und solidarischere Gesellschaft.»


Yolanda Martinez:

«Ich setze den feministischen Kampf fort, weil Ungleichheiten und Gewalt gegen Frauen auch im Jahr 2026 weiterhin bestehen. Als Präsidentin der SP Frauen Genf verbinde ich meine Empörung mit kollektivem Handeln. Was mich inspiriert, ist der Kampf gemeinsam mit engagierten Frauen, die sich weigern zu schweigen, in Solidarität, auf Vereinsebene und in der Politik. Ich bin überzeugt, dass echte Gleichstellung – in Bezug auf Löhne, Politik und Gesellschaft – langfristig erreicht werden kann. Gemeinsam zu kämpfen bedeutet, eine bessere Zukunft für uns alle zu vermitteln, zu schützen und weiter aufzubauen.»


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