
Der geplante Zoll-Deal zwischen der Schweiz und den USA erhält von der Bevölkerung wenig Beifall. Das zeigt nicht nur der Trump-Appell der SP Schweiz, den innert 48 Stunden über 50’000 Personen unterzeichnet haben, sondern auch eine aktuelle Umfrage von Sotomo im Auftrag der Tageszeitung «Blick».
69 Prozent der Befragten lehnen den Deal eher oder ganz ab. Selbst unter SVP-Anhänger:innen liegt die Ablehnung bei rund 50 Prozent. Eine Mehrheit für den Deal findet sich mit 56 Prozent einzig bei den FDP-Sympathisant:innen.
Datenhoheit wird stark gewichtet
Woran stören sich die Menschen am meisten? Der unbeschränkte Datentransfer in die USA durch grosse Tech-Unternehmen. Für über 75 Prozent geht das zu weit. Auch die Versprechen in Sachen Rüstungskäufe stossen bei vielen auf Ablehnung.
Auch bei Fleischimporten sind 65 Prozent skeptisch. Über 95 Prozent geben zudem an, dass sie kein amerikanisches Geflügelfleisch kaufen würden, nicht zuletzt wegen der umstrittenen Chlorhühner. Weniger dramatisch, aber auch nicht begeistert, bewertet die Bevölkerung die Übernahme von US-Sanktionen gegen Drittstaaten.
Bundesrat hat Trump-Deal schlecht verhandelt
Fast die Hälfte der Befragten schätzt zudem die Verhandlungskompetenz des Bundesrats schlechter ein als noch bei den EU-Verhandlungen. Zudem bezweifelt eine Mehrheit, dass sich die US-Seite wirklich an die Vereinbarungen halten wird – mit deutlichen Unterschieden je nach Parteibindung und Alter. Rechtsbürgerliche und jüngere Menschen sind weniger skeptisch.
Dass 70 Prozent der Menschen in der Schweiz dem Abkommen einen «Unterwerfungsvertrag» attestieren, unterstreicht die generelle Abneigung gegen Machtungleichgewichte. Die Abkommen mit der EU stehen im Vergleich dazu viel besser da: nur 45 Prozent bewerten diese als ungleich. Europa wird dementsprechend als vertrauenswürdigere und verlässlichere Partnerin angeschaut als die USA unter Donald Trump.
Sotomo-Leiter Michael Hermann betont, die Bevölkerung reagiere allergisch auf das Machtgehabe grosser Staaten und lehne eine Normalisierung von Trumps «in Teilen imperialistischen Vorgehens» ab. Für die Politik dagegen stünden die unmittelbaren Wirtschaftsinteressen und das Verhindern einer Wirtschaftskrise im Vordergrund. Der Deal wird auch im Parlament Thema sein: Spätestens dann wird sich zeigen, ob die Politiker:innen die Bevölkerung vertreten oder die reinen Konzerninteressen.



Guten Tag
Ich bin mit dem verhandlungsvertrag der USA und mit dem von der EU nicht einverstanden, ich hoffe beide Verträge verhindern zu können.
Freundliche Grüsse
Ich bin gegen Unterwerfungsvertrag die Schweiz ist keine Banane-Republik, wir müssten gegen Macht den Trump für unsere Respekt und Demokratie kämpfen und die F35 Kampf Kauf stornieren. Wenn wir unbedingt Kampfflugzeuge kaufen müssen dann müssen wir Europäische Kampfflugzeuge kaufen…
Mit wachsender Sorge beobachte ich, wie sich die Schweizer Regierung in zentralen Fragen immer stärker an den Interessen der USA orientiert, statt selbstbewusst eine eigenständige Position in Zusammenarbeit mit der EU zu vertreten.
Wenn bei AHV-Geldern, beim Datenschutz oder beim Schutz vor gentechnisch veränderten Lebensmitteln Konzessionen gemacht werden, betrifft das direkt unsere soziale Sicherheit, unsere Privatsphäre und die Qualität unserer Nahrungsmittel.
Gleichzeitig verlieren die Anliegen der Bäuerinnen und Bauern, die lange als Rückgrat unseres Landes galten, deutlich an Gewicht.
Eine Regierung sollte sich nicht daran orientieren, ob sie einem mächtigen Partner im Ausland gefällt, sondern daran, ob ihre Entscheidungen langfristig der Bevölkerung und den natürlichen Lebensgrundlagen dienen.
Unsere Regierung ist eine schlechte Verhandlerin. Ob Zölle oder EU Vertrage.
Man regiert neben dem Volk vorbei.
Finde den EU Vertrag schlimmer als den Trump-Dieal.
Ich bin ein grosser Befürworter des Beitritts der Schweiz in die EU. Wir sind zu klein und brauchen dringend den Schutz der grösseren Staaten. Dies aber ausschliesslich der noch vorhandenen Demokratien.
Von der USA unter der Führung, sollten wir uns so weit es nur geht distanzieren! Wirtschaftlich, Digital vor allem u.sw.w. Wie weit dies möglich ist übersteigt mein politisches Wissen!
Ich stimme absolut mit dieser Mehrheit überein und bin eigentlich dagegen, mit der USA momentan überhaupt Handel zu treiben. Dass das Geld für die ersten F35 Flieger so hintenduch bereits an die USA überwiesen wurde, ohne eine neue Abstimmung zu machen, finde ich total daneben. Die AHV-Gelder sollten auch unbedingt schleunigst in die Schweiz zurückgeholt werden.
Die USA sind unter Trump zu einem menschenverachtenden Bananenstaat mit einer höchst ignoranten Administration geworden.
Zum letzten Satz : Einmal nicht die „reinen Konzerninteressen“, das wäre all zu schön.