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Richtlinien gegen die sexualisierende Darstellung von Athletinnen
Eine Schande, dass es sie braucht – gut aber, dass es sie jetzt gibt: Die European Broadcasting Union (EBU) hat Richtlinien veröffentlicht, die Athletinnen vor sexualisierenden Kameraeinstellungen schützen sollen. Im 23-seitigen Dokument «Raising the Bar» wird festgehalten, dass auf unnötig tiefe Kamerawinkel und Zeitlupen ohne Mehrwert für die Berichterstattung verzichtet werden sollen. Auch sollen keine aufdringlichen Nahaufnahmen von Körpern mehr gezeigt werden. Statt Körperteile der Athletinnen soll der Sport in den Fokus gerückt werden.
Die Richtlinien wurden in Zusammenarbeit mit Sportlerinnen erarbeitet. Ihre Aussagen machen deutlich: Übergriffige Kameraarbeit verursacht Angst. Gerade auf Social Media kommt es immer wieder vor, dass sexualisierende Darstellungen aus dem Kontext gerissen und weiterverbreitet werden. Ein Problem, das männliche Athleten so nicht kennen.
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Ölkonzern muss Klimarisiken offenlegen
Ein Pariser Gericht hat entschieden, dass TotalEnergies künftig offenlegen muss, welche Klimarisiken von seinen Öl- und Gasprodukten ausgehen. Grund: Der bisherige Umweltbericht des Konzerns berücksichtigte die CO₂-Emissionen nicht, die beim Verbrennen der verkauften Produkte durch Kund:innen entstehen. Das hatten Umweltorganisationen und die Stadt Paris in ihrer Klage moniert, gestützt auf ein französisches Sorgfaltspflichtgesetz von 2017. Zudem muss TotalEnergies einen Plan gegen diese Risiken publizieren.
Nicht durchgesetzt haben sich die Kläger:innen dagegen mit der Forderung, TotalEnergies zum Stopp neuer Öl- und Gasprojekte sowie zur Drosselung der Produktion zu zwingen. Das Gericht sah sich nicht befugt, konkrete unternehmerische Massnahmen oder Ziele vorzuschreiben.
Das Urteil gilt als Teilerfolg für die Klimaschutzseite und reiht sich in eine wachsende Zahl weltweiter Klimaklagen gegen Konzerne ein, ähnlich einem bald anstehenden Verfahren gegen Shell in den Niederlanden.
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Porto führt kostenlosen Nahverkehr für Einwohner:innen ein
Portugals zweitgrösste Stadt macht Bus, Zug und bald auch Fähren für ihre Bewohner:innen gebührenfrei – vorausgesetzt, sie besitzen eine gültige Bürger:innenkarte der Kommune. Damit löst der amtierende sozialdemokratische Bürgermeister Pedro Duarte ein Wahlversprechen ein. Die jährlichen Kosten von rund 25 Millionen Euro sollen unter anderem über eine höhere Touristenabgabe finanziert werden.
Mit der Massnahme will Duarte dem hohen Verkehrsaufkommen in der Stadt entgegenzuwirken. Aktuell nutzt noch über die Hälfte der Einwohner:innen lieber das Auto. Damit der öV attraktiver wird, will Duarte neben dem Preiserlass auch die Busspuren weiter ausbauen.
Europaweit ist Porto damit keine Ausnahme: Schätzungen zufolge bieten bereits rund 50 Städte kostenlosen oder stark vergünstigten Nahverkehr an, viele davon in Frankreich. Auch andere Länder haben ähnliche Modelle erprobt, teils dauerhaft, teils zeitlich befristet. In Zürich hat die Stimmbevölkerung kürzlich einem 365-Franken-Abo zugestimmt. Vollständig kostenloser Nahverkehr existiert bislang nur in wenigen Städten.
jsc



