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Good News im April: Orbán wurde abgewählt, der Amazonas erholt sich, Notfallnummer 142 endlich verfügbar

«April, April, der macht, was er will» – doch wenn Hoffnung wärmt, darf man sie ruhig geniessen. Dieser Monat hat uns drei gute Nachrichten beschert: Vom Amazonas bis zur neuen Hotline gegen geschlechtsspezifische Gewalt.

Anhänger:innen der oppositionellen Tisza-Partei feiern, nachdem die Partei bei den Parlamentswahlen in Ungarn am 12. April 2026 einen überwältigenden Sieg errungen hat. EPA/Robert Hegedus

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Orbán abgewählt: ein Hoffnungsschimmer für die Demokratie in Europa

Am Sonntag, 12. April 2026, wurde Viktor Orbán, der seit (zu) langer Zeit autoritär regierende Ministerpräsident Ungarns, abgewählt. Das ist ein wichtiges Signal der Hoffnung für die Demokratie in Europa – und ein herber Rückschlag für die reaktionäre Internationale. Kurz vor der Abstimmung hatten der US-Vizepräsident J. D. Vance sowie die rechtsextremen Politikerinnen Marine Le Pen und Alice Weidel versucht, ihren Verbündeten Orbán bei der Wiederwahl zu unterstützen – ohne Erfolg.

Dieses Ergebnis zeigt: Die extreme Rechte kann besiegt werden. In Ungarn war die Wahlbeteiligung so hoch wie noch nie, und viele junge Menschen haben ihre Stimme erhoben. Die Abwahl Orbáns sendet ein starkes Signal: Die Bevölkerung will keine autokratischen und anti-europäischen Populisten mehr.

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Regenwälder erholen sich schneller als erwartet

In Zeiten, in denen sich schlechte Klimanachrichten häufen, bringt eine im April veröffentlichte wissenschaftliche Studie einen Hoffnungsschimmer. Sie zeigt, dass sich Ökosysteme nach der Abholzung tropischer Wälder schneller regenerieren als bislang angenommen. Bereits nach rund dreissig Jahren sind die meisten Tierarten in ehemals gerodete Gebiete zurückgekehrt – mit Beständen und einer Vielfalt, die beinahe jenen unberührter Ökosysteme entsprechen. Diese Ergebnisse erinnern daran, wie bemerkenswert widerstandsfähig die Natur sein kann.

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Notfallnummer 142 steht endlich zur Verfügung für Opfer von häuslicher, sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt

Ab dem 1. Mai 2026 können Betroffene von häuslicher, sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt in der ganzen Schweiz die Nummer 142 wählen, um rund um die Uhr – 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche – sofortige Hilfe zu erhalten. Dies gab Bundesrat Beat Jans bekannt, der dem Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement vorsteht.

Diese nationale Notfallnummer, auf die lange gewartet wurde, ist das Ergebnis jahrelanger Mobilisierung durch NGOs, Aktivist:innen sowie Parlamentarierinnen.

ebr


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